BTS „ARIRANG“ Album Review: Alle Songs im Track by Track

BTS sind zurück. Mit einer riesigen Kampagne rund um ihr Album „ARIRANG“ und die Lead-Single „SWIM“ war dieses Comeback praktisch nicht zu übersehen. Social Media, Medien, Fan-Aktionen, Theorien, Decoding-Inhalte: Das Comeback wurde nicht einfach nur angekündigt, sondern regelrecht für Alle inszeniert und zugänglich gemacht. Genau das macht an diesem Comeback so viel Spaß.
Ein Detail, das sofort auffällt, ist auch das Timing: Das Comeback fällt auf den ersten Tag des Frühlings. Ein Symbol, das kaum passender gewählt sein könnte. Frühling steht für Neuanfang, Wachstum und Hoffnung und genau diese Themen spiegeln sich sowohl klanglich als auch inhaltlich in „ARIRANG“ wider. Gleichzeitig liegt auch eine Verbindung zu „Spring Day“ nahe, einem Song, der für BTS und ARMY seit Jahren eine besondere emotionale Bedeutung trägt. Wenn „Spring Day“ für Sehnsucht und Warten stand, dann fühlt sich „ARIRANG“ fast wie der nächste Schritt an: nicht mehr stillstehen, sondern bewusst weitergehen.
Schon im Titel wird außerdem deutlich, wie stark BTS ihre eigenen Wurzeln in dieses Projekt einweben. „ARIRANG“ verweist auf das gleichnamige koreanische Volkslied, eines der bekanntesten kulturellen Symbole Koreas. Diese Rückbindung an ihre Herkunft bleibt nicht nur ein konzeptioneller Gedanke, sondern taucht auch musikalisch auf, etwa direkt im Opener „Body to Body“. Dazu kommt mit „N29″ ein weiterer symbolischer Moment: der Klang der Sacred Bell of Great King Seongdeok, die als National Treasure No. 29 gilt. All das macht schnell klar, dass BTS trotz globalen Erfolg ihre Herkunft nicht nur mitdenken, sondern aktiv ins Zentrum rücken.
Ist es das Album des Jahres? Wurde im Vorfeld vielleicht zu viel aufgebaut? Oder liefert BTS hier tatsächlich genau das ab, was dieses Comeback versprochen hat? Allein wegen der Kampagne rund um „ARIRANG“ gehört dieses Release für mich schon jetzt zu den größten Comebacks der Musik-Geschichte. An BTS kam in den letzten Tagen kaum jemand vorbei. Es ist der Wahnsinn, wer alles mitgewirkt hat. Gleichzeitig bin ich musikalisch ohne allzu feste Erwartungen an das Album herangegangen.
Dafür ist zu viel Zeit vergangen, und gerade durch ihre Solo-Releases haben die einzelnen Mitglieder in den letzten Jahren sehr deutlich gezeigt, wie unterschiedlich sie sich entwickelt haben. Genau deshalb war ich vor allem gespannt darauf, wie sich diese individuellen Entwicklungen jetzt wieder in einem gemeinsamen Gruppenalbum bündeln würden.
Nach dem ersten Hören war für mich schnell klar: ARIRANG ist kein Album, das sich sofort komplett erschließt. Es braucht Zeit. Nicht jeder Song zündet auf Anhieb, manches wirkt zunächst ungewohnt. Gleichzeitig hat genau das für mich seinen Reiz. BTS entfalten sich hier hörbar freier, mutiger und experimenteller als auf manch früherem Gruppenprojekt. Es fühlt sich nach einer neuen Phase an und nach einem Album, das eher ein Anfang als ein Abschluss ist. Mit 14 Tracks und einer ganzen Reihe prominenter Produzenten im Hintergrund schaffen sich BTS hier hörbar einen größeren kreativen Spielraum. Und genau das war vermutlich die richtige Entscheidung.
BTS ARIRANG – Track by Track
1. Body To Body
Mit „Body to Body“ eröffnet BTS das Album direkt mit einem klaren Statement. Der Song ist ein elektronisch geprägter Pop-Rap-Track mit treibendem Beat und erinnert mich in Teilen stark an die Atmosphäre von RMs „Right Place, Wrong Person“. Gleichzeitig verschmilzt der Song moderne Produktion mit traditionellen Elementen des koreanischen Volkslieds „Arirang“, was ihm direkt eine zusätzliche Bedeutungsebene gibt.
Produktionstechnisch waren unter anderem Diplo und Ryan Tedder beteiligt. Inhaltlich wirkt der Opener wie ein Song über Verbindung, zwischen BTS selbst, aber auch zwischen BTS und ARMY.
Mein größter Kritikpunkt ist hier der stellenweise sehr starke Einsatz von Auto-Tune, der sich für mich an manchen Stellen etwas mit den traditionelleren Elementen beißt. Trotzdem mag ich gerade diese hymnenartige Bridge sehr. Live kann ich mir „Body to Body“ extrem gut als Eröffnung vorstellen und ehrlich gesagt wäre ich fast ein bisschen enttäuscht, wenn er am Ende nicht als Intro oder Outro für die Comeback-Shows genutzt wird.
2. Hooligan
„Hooligan“ ist einer dieser Songs, bei denen die Meinungen wahrscheinlich besonders stark auseinandergehen und auch bei mir bleibt es eine kleine Hassliebe. Gerade dadurch ist er aber auch einer der spannendsten Tracks auf dem Album. Mit jedem Hören bleibt er mehr hängen und entwickelt sich langsam, aber sicher zum Ohrwurm.
Das Intro klingt fast wie ein Soundtrack aus einem Videospiel, nur mit einem absichtlichen Bruch, als würde die Platte kurz springen und anfangen zu glitchen. Genau dieser Moment zieht den Song in eine aggressivere, roughere Richtung. Die Soundeffekte erinnern stellenweise an aufeinandertreffende Klingen und geben dem Track Härte und Tempo.
Besonders gut gefallen mir hier RMs Parts sowie kleine Details wie die fast provokante Lache. Mein Problem bleibt allerdings der Bass: Er wirkt auf mich stellenweise sehr überdreht, und schiebt sich teilweise über Vocals und Lyrics. Gleichzeitig passt genau diese Übersteuerung irgendwo auch wieder zum ganzen und der Message des Songs. Je öfter ich „Hooligan“ höre, desto besser funktioniert er für mich.
3. Aliens
Mit „Aliens“ geht die Platte direkt intensiv weiter. Schon hier wird deutlich, wie stark die erste Albumhälfte von der Rap-Line getragen wird. Sugas Einstieg hat für mich sofort etwas von Agust D und gibt dem Song eine sehr klare Schärfe. Stellenweise fühlt sich der Track fast wie ein Diss-Track an. Der Song greift koreanische kulturelle Gewohnheiten und Referenzen auf und verankert sich damit bewusst in den eigenen Wurzeln. Gerade dadurch wirkt er wie ein Stück, das zeigt, dass BTS ihren Weg unabhängig von Erwartungen oder Trends weitergehen.
Beim ersten Hören fand ich „Aliens“ allerdings auch recht unruhig. Der Song wirkt fast hin- und hergerissen, was aber thematisch durchaus gewollt sein könnte. Jimins Vocals bringen etwas Balance und Melodie hinein, können die Unruhe aber nicht ganz auffangen. Aber auch hier passt diese innere Spannung im Endeffekt erstaunlich gut zum Song.
4. FYA
„FYA“ gehört für mich zu den experimentellsten Tracks des Albums. Der Song ist stark elektronisch, sehr club-orientiert und arbeitet mit verzerrten Synths, die mich im ersten Moment eher überrascht haben. Ehrlich gesagt hätte ich in den ersten Sekunden nicht einmal direkt erkannt, dass ich gerade einen BTS-Track höre, was aber nicht automatisch schlecht ist.
Vom Vibe her erinnert mich „FYA“ stellenweise an Projekte wie „Neva Play“ von RM und Megan Thee Stallion oder BTS früheren Werken. Fans elektronischer Musik kommen hier voll auf ihre Kosten und Live kann ich ihn mir als absoluten Banger vorstellen.
5. 2.0
Auch „2.0″ startet erst einmal ungewohnt. Im ersten Moment fragt man sich auch wieder, ob man hier noch BTS hört. Der Einstieg wirkt sehr experimentell und bewusst anders. Ab etwa der Mitte fängt sich der Song für mich aber richtig: Melodie, Struktur und Rhythmus greifen plötzlich deutlich besser ineinander und sorgen für einen Vibe, der einfach Spaß macht. Ich würde diesen Song auch als eine Art Übergang beschreiben.
Gerade hier wird auch sichtbar, wie stark sich die verschiedenen Stile der einzelnen Mitglieder inzwischen hervorheben und dass BTS diese nicht mehr zu sehr verschmelzen, sondern bewusst hervorheben. Der Titel „2.0″ wirkt dabei fast wie ein Statement: ein Reset, ein Neubeginn, ein BTS 2.0.
6. N29
„N29“ ist zwar der kürzeste Track des Albums, aber wahrscheinlich einer der wichtigsten. Zu hören ist die Sacred Bell of Great King Seongdeok, einer der bedeutendsten nationalen Kulturschätze Koreas. Als National Treasure No. 29 liefert sie zugleich die Grundlage für den Titel.
Gerade deshalb funktioniert „N29″ weniger wie ein klassischer Song, sondern eher wie ein kultureller Marker innerhalb des Albums. BTS verbinden hier universelle Themen und persönliche Entwicklung mit einem sehr bewussten Verweis auf ihre Herkunft. Im Gesamtkontext von „ARIRANG“ wirkt dieser Track wie ein Innehalten und gleichzeitig wie ein klares Bekenntnis zu ihren Wurzeln.
7. SWIM
Mit „SWIM“ erreichen wir die Mitte des Albums und für mich ganz klar auch sein Herzstück. Atmosphäre, Melodie und Emotion greifen hier so stimmig ineinander, dass der Song fast automatisch zum Ankerpunkt der Platte wird. Für mich ist „SWIM“ der Song, der alles zusammenhält. Er bringt genau diese Balance aus Ruhe und Bewegung mit, die sich auch thematisch durch das Album zieht. Es ist ein Song von BTS an ARMY, aber auch ein Song, in dem sich viele Hörerinnen und Hörer selbst wiederfinden können. Mein einziger echter Kritikpunkt: Er ist mir zu kurz.
8. Merry Go Round
Nach der eher aufgewühlten ersten Hälfte schlägt „Merry Go Round“ eine ruhigere, fast balladenhafte Richtung ein. Der Song lädt dazu ein, einmal durchzuatmen, runterzufahren und sich einfach treiben zu lassen. Gerade Jimins Stimme trägt den Track emotional sehr stark. Melodisch bleibt mir der Song zwar nicht ganz so sehr im Kopf wie andere Songs des Albums, aber die Art, wie die Stimmen der Mitglieder mit den Instrumenten harmonieren, ist hier wirklich schön umgesetzt. Ein Song, der nicht laut sein muss, um zu wirken.
9. Normal
„Normal“ ist für mich ganz klar das Highlights des Albums. Der Song ist catchy, melodisch stark und geht sofort ins Ohr. Gleichzeitig steckt in ihm inhaltlich viel mehr, als der Titel zunächst vermuten lässt. Was bedeutet überhaupt „normal“, wenn man ständig im Rampenlicht steht? Damit beschäftigen sich BTS in diesem Track.
Besonders stark finde ich hier die Vocal-Line. Der Pre-Chorus mit “Got me feelin’ things unusual…“ bleibt direkt hängen, und ich liebe vor allem, wie V diesen Part singt. Auch die Wechsel zwischen Gesang und Rap sind hier extrem gelungen. Dazu kommen Lyrics, die mich sofort abgeholt haben. „Normal“ ist für mich einer dieser Tracks, auf die ich mich live am meisten freue.
10. Like Animals
Ein wunderschöner Song, aber bei „Like Animals“ habe ich ein ähnliches Problem wie bei einigen Tracks der ersten Hälfte: Die Melodie an sich und auch die Songidee finde ich wirklich stark. Vor allem das Gitarren-Outro ist großartig, melodisch, grungy und absolut meins! Gerade deshalb finde ich es schade, dass mir die Produktion den Song stellenweise ein wenig kaputt macht. Die Übergänge und auch Teile der Instrumentalisierung wirken auf mich teilweise zu überdröhnt. Ich weiß echt nicht ob es an meinen Kopfhörern liegt. Das lenkt mich von den eigentlich sehr schönen Vocals ab.
Denn gerade die Vocal-Line trägt „Like Animals“ für mich extrem gut. Ich bin deshalb sehr gespannt, wie der Song live klingen wird, vielleicht gewinnt er dort sogar noch einmal deutlich mehr.
11. they don’t know ’bout us
„they don’t know ’bout us“ gehört für mich ebenfalls zu den Highlights. Schon der Einstieg hat mich sofort in ein Jazz-Club- oder 70s-Soundtrack-Szenario versetzt. Der Song ist atmosphärisch dicht, melodisch eingängig und insgesamt sehr rund. V und Jung Kook holen mich hier direkt ab, und ich freue mich besonders darüber, dass der Song wieder etwas mehr Koreanisch mitbringt. Auch inhaltlich ist das ein starkes Statement: BTS machen hier deutlich, dass ihr Erfolg eben nicht nach einem festen Rezept funktioniert. Es gibt keine simple Formel, die sich kopieren lässt und genau das unterstreicht der Song sehr klar. Ich hätte mir hier ehrlich gesagt gewünscht, dass er noch etwas länger geht, weil der Flow wirklich richtig gut ist.
12. One More Night
„One More Night“ ist einer meiner persönlichen Favoriten, auch, weil ich seine Message gerade sehr fühle. Der Song bewegt sich in einer träumerischen, fast hypnotischen Atmosphäre, in der Realität und Vorstellung ineinander übergehen. Im Kern geht es darum, einen Moment oder eine Person so intensiv zu erleben, dass man am liebsten daran festhalten würde, obwohl man weiß, dass es nicht ewig bleibt. Genau dieses Gefühl spiegelt auch die Produktion wider: weich, fließend und fast zeitlos.
Die Melodie erinnert mich stellenweise an eine Mischung aus Jimins „Like Crazy“ und Elementen aus Jung Kooks „Golden“-Ära. Die Vocals sind sanft, verletzlich und gleichzeitig intensiv. Statt auf einen großen Höhepunkt zuzusteuern, kreist der Song fast um sich selbst, als würde er diesen einen Moment immer wieder neu erleben wollen. Genau deshalb funktioniert er für mich so gut. Ein Replay-Track.
13. Please
„Please“ wirkt zunächst sehr ruhig und fast etwas unscheinbar. Je länger man ihm zuhört, desto mehr Tiefe entfaltet er aber. Es ist einer dieser Songs, die man auch nebenbei laufen lassen kann, die aber trotzdem eine klare Stimmung transportieren. Gerade die Lyrics lassen viel Raum für Interpretation. Geht es um Liebe? Um Freundschaft? Um den Zusammenhalt der Gruppe? Vielleicht liegt genau darin seine Stärke, dass der Song sich nicht auf eine einzige Lesart festlegt.
14. Into the Sun
Mit „Into the Sun“ endet „ARIRANG“ auf einer sehr passenden und hoffnungsvolle Note. Der Song hat einen starken Roadtrip-Vibe, getragen von Gitarren, Weite und einem leichten Rockeinschlag. Vor allem die Rap-Line, insbesondere j-hope, kommt hier noch einmal sehr gut zur Geltung. Inhaltlich fühlt sich „Into the Sun“ wie ein Ausblick an: auf Zukunft, auf Bewegung, auf alles, was noch kommt. Oder auch bisschen wie die Ruhe nach dem Sturm auf hoher See. Gerade im Kontext des Albums funktioniert dieser Abschluss sehr gut, weil er nicht nach Ende klingt, sondern wie ein: Es geht weiter.
FAZIT:
Mit „ARIRANG“ liefern BTS für mich kein klassisches Comeback, sondern ein Album, das bewusst wie ein zusammenhängendes Gesamtwerk aufgebaut ist. Je länger man sich damit beschäftigt, desto klarer wird, dass die Tracklist nicht nur musikalisch, sondern auch erzählerisch funktioniert. Schon das visuelle Konzept arbeitet mit einem Spannungsbogen: Die roten Tape-Streifen der Tracklist wirken nicht zufällig gewählt, sondern lassen sich als Symbol für Widerstand, Bruch mit Systemen und einen rebellischen Unterton lesen. Gerade der Beginn des Albums mit Songs wie „Body to Body“, „Hooligan“, „Aliens“ und „FYA“ fühlt sich entsprechend roh, laut und fast chaotisch an, wie ein bewusst aggressiver Einstieg in diese neue Ära.
Mit „2.0″ beginnt dann spürbar ein Übergang. Der Titel wirkt wie ein Reset, ein Neubeginn nach allem, was hinter ihnen liegt. Dass „SWIM“ in der Tracklist visuell hervorgehoben wurde, lässt sich dabei auch gut als Wendepunkt lesen: Hier verschiebt sich die emotionale Erzählung des Albums. Aus Reibung und Unruhe wird Bewegung, aus Widerstand wird Reflexion. Genau deshalb funktioniert „SWIM“ für mich auch so gut als Herzstück der Platte. In der zweiten Hälfte wird das Album persönlicher. Songs wie „Normal“, „Like Animals“ und „they don’t know ’bout us“ greifen klassische BTS-Themen wie Außenseiter sein, Vorurteile, Isolation durch Ruhm auf und dieses Gefühl von BTS und ARMY gegen den Rest der Welt schwingen hier deutlich mit. Danach kippt die Stimmung noch einmal: Mit „One More Night“ und „Please“ wird das Album verletzlicher, intimer und emotional direkter. Der Chaos-Moment vom Anfang wird hier plötzlich persönlich.
BTS ZU ARIRANG UND SWIM:
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Genau darin liegt für mich eine der größten Stärken von „ARIRANG“: Das Album bleibt nicht bei einer einzigen Emotion stehen. Es beginnt mit Reibung, durchläuft Identitätsfragen, kommentiert den Blick von außen, wird verletzlich und endet mit „Into the Sun“, schließlich in einem Bild von Hoffnung, Aufbruch und Wiedergeburt. Nach Chaos, Entfremdung und Sehnsucht steht am Ende nicht der Zusammenbruch, sondern Bewegung nach vorne. Musikalisch ist das Album dabei eines der experimentelleren Projekte der Gruppe. Nicht alles funktioniert für mich gleich stark gut, vor allem der teils sehr starke Einsatz von Auto-Tune und manche überdrehten Effekte haben mich stellenweise eher aus Songs herausgezogen als hineingezogen. Trotzdem finde ich diese Einsätze auch sehr passend zu den Tracks.
Ich mag es, wie deutlich sich jedes Mitglied hier entfalten kann. Man hört die individuelle Entwicklung aller sieben heraus. Vor allem Jimin und J-Hope stechen für mich besonders heraus, die nicht mehr so krass verschmelzen, sondern auch wirklich sehr hervorgehoben werden. Doch das Album harmoniert alle Sieben wunderbar ineinander, trotz ihrer unterschiedlichen Stile und Stimmen, ohne sich zu verlieren und genau das ist am Ende vielleicht das Wichtigste: „ARIRANG“ ist ein Album über Herkunft, Entwicklung und Neudefinition. Über das Zurückblicken, ohne stehenzubleiben. Über den Versuch, nach allem, was war, nicht einfach nur zurückzukehren, sondern bewusst neu aufzubrechen.
Für mich persönlich hat das Album genau den richtigen Moment getroffen. Mehr als die Hälfte der Songs ist direkt in meiner Playlist gelandet, und es gibt keinen Song, den ich hier skippen würde, und das ist das schönste Kompliment, das man einem Album heutzutage in einer sehr schnelllebigen Zeit machen kann. Herzlichen Glückwunsch zum großartigen Release!
Was ist euer Lieblings-Song des Albums?




